Die CDU und das Grundschulverbot für ausländische Kinder

Carsten Linnemann ist auch sonst nicht für besonders konstruktive Vorschläge bekannt. Aber sein Grundschulverbot für Kinder, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, ist gefährlich:

Aus der Kognitions- und Erziehungswissenschaft wissen wir sehr genau, dass Kinder eine Sprache besonders gut lernen, wenn sie in ihrem natürlichen Sozialumfeld gesprochen wird. Gerade deshalb setzen wir als SPD konsequent darauf, Kinder zusammenzubringen und ihre (Sprach-)entwicklung von gut ausgebildeten ErzieherInnen begleiten zu lassen.

Eine Selektion im frühkindlichen Alter sorgt hingegen für falsche Entwicklungen. Kinder lernen die Sprache nicht von anderen Kindern ihres Alters- und Entwicklungsstandes auf gutem Niveau, sondern nur fragmentiert. Die gesamte Last, die gar nicht nötig wäre, fällt auf unsere ErzieherInnen zurück.
Die kindliche Sprachentwicklung wird damit absichtlich besonders ineffizient gestaltet, die Kinder werden zurückgestellt und verlieren ein Jahr ihres Lebens. Woher die zusätzlichen Kapazitäten für Personal und Geld kommen sollen, die diese Verlängerung der staatlich begleiteten Erziehung erfordern, verschweigt er außerdem.
Zur Erinnerung: In Hamburg, NRW und anderen Teilen der Republik haben wir ein von der CDU hinterlassenes KiTa-Trümmerfeld vorgefunden. Mühsam mussten die Gebühren abgeschafft, KiTas gebaut und ErzieherInnen ausgebildet werden.

Und wofür? Damit ein CDU-Politiker wieder – verklausuliert – sagen kann: Ausländer-Kinder sollen nicht mit unseren deutschen Kindern in eine Klasse. Kann man fordern – ist aber erziehungswissenschaftlich und moralisch falsch.

Ich kandidiere – Bezirkswahlen in Hamburg-Mitte

Als Sohn einer Deutsch-Polin und eines Türken ist meine Geschichte in Hamburg-Mitte ganz normal. Fast die Hälfte der Menschen hier hat ihre Wurzeln in anderen Teilen Europas und der Welt. Und doch eint uns alle, dass wir in Hamburg unsere Heimat gefunden haben. 

Mit 18 Jahren zog es mich aus dem Rheinland in den Norden. Hier in Hamburg begann ich 2016 als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes mein Jura-Studium und fand in unserer vielfältigen Stadt schnell Anschluss. Neben dem Studium koordiniere ich als Landesgeschäftsführer der Jungen Sozialdemokraten den größten Jugendverband unserer Stadt.

Mein Wohnquartier Hamm – mitten in Hamburg-Mitte – hat Charakter: Hinter den schönen roten Fassaden leben Menschen aller Alters- und Berufsgruppen und zwischendrin auch Studenten wie ich. Wir leben ruhig, bezahlbar und sind bestens angebunden. So soll es in allen Stadtteilen von Hamburg-Mitte aussehen. 

Aber Hamm und ganz Hamburg-Mitte stehen unter Druck: Wir müssen mit modernen Konzepten zu kurz geratene Häuser aufstocken, Gewerbe unterstützen und für attraktive Erholungsorte sorgen – sozial und mit Blick für das Machbare.

Deshalb bitte ich Dich um Deine Stimmen für die SPD und Listenplatz 60 – last but not least. 😉

Dein Olcay